Glaukom - Grüner Star - DasPflegePortal.de

Mit zunehmendem Alter steigt auch das Risiko für Erkrankungen. Auch der Grüne Star – medizinisch als Glaukom bezeichnet – macht sich in der Regel erst ab einem fortgeschrittenen Alter bemerkbar. Mediziner sprechen davon, dass diese Augenerkrankungen meistens erst ab dem 40. Lebensjahr auftreten. Es gibt jedoch auch Menschen, bei denen Grüner Star angeboren ist.

Wie bei allen Erkrankungen, ist es auch beim Glaukom wichtig, zu wissen, worum es sich handelt. Wer weiß, welche Symptome diese Sammlung von Augenerkrankungen hervorruft, kann rechtzeitig zum Arzt gehen und das Schlimmste verhindern.

Wir klären Sie auf und zeigen Ihnen, was ein Glaukom ist, wie sich dies bemerkbar macht und welche Ursachen zugrunde liegen. Außerdem gehen wir auf mögliche Therapieoptionen ein.

Was ist ein Glaukom?

Glaukom, ein eher nichtssagender Begriff, der es jedoch in sich hat. Unter dem oftmals als Grüner Star bezeichneten Phänomen verbirgt sich eine Vielzahl an Augenerkrankungen. Alle samt führen zu einem Verlust an Nervenfasern. Bleiben diese Erkrankungen unbehandelt, führen sie früher oder später zur Erblindung.

Auf Griechisch bedeutet „Glaukom“ so viel wie „glänzend/hell/leuchtend“ bzw. in Bezug auf das Meer „bläulich“. Und tatsächlich ist das Symptom-Bild dieser Bezeichnung nicht von weit her geholt. Man leitete die Bedeutung von der blaugrauen Farbe der Regenbogenhaut ab, die typisch für chronische Entzündungen ist. Im 16. Jahrhundert entschied man sich dazu, fortan hauptsächlich den Begriff „Grüner Star“ zu verwenden, da das Meer in Nordfrankreich eher grünlich schimmert. Unter „Star“ versteht man bereits seit dem 8. Jahrhundert Linsentrübungen.

Grüner Star tritt fast immer mit einem erhöhten Druck im Augapfel auf. Wenn in der vorderen Augenkammer, in welcher die Augenlinse sitzt, mehr Kammerwasser gebildet wird als abgeleitet werden kann, kommt es zu der entsprechenden Ausprägung. Immerhin ist der ständige Austausch von Kammerwasser wichtig, damit das Auge seine Seh-Funktion aufrechterhalten kann. Durch den Austausch werden Nährstoffe sowie Sauerstoff zur Linse und zur Hornhaut getragen. Sobald sich das Kammerwasser in der vorderen Augenkammer staut, kommt es zu einem erhöhten Augendruck.

Die Diagnosestellung

Wer typische Symptome für ein Glaukom zeigt, sollte so schnell wie möglich einen Augenarzt aufsuchen. Je nachdem, um welche Art von Glaukom es sich handelt, ist schnelles Handeln gefragt. Mögliche Symptome für diese Augenerkrankungen können sein:

rotes Auge

ein hart anfühlender Augapfel bei leichtem Druck auf das geschlossene Auge

Lichtstarre

Augenschmerzen

Sehstörungen

dauerhaft tränende Augen

Diese treten meistens in Kombination mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auf. Es gibt aber auch Formen, die symptomlos verlaufen. Wichtig ist es deshalb, regelmäßig beim Augenarzt seinen Augeninnendruck messen zu lassen. Hierfür dient ein so genannter Applanationstonometer. Unter örtlicher Betäubung wird ein kleiner Druckkopf auf das Auge gelegt. Dieser bestimmt den Innendruck. Eine weitere Möglichkeit der Diagnosestellung ist ein Non-Contract-Tonometer. Bei dieser Methode wird die Hornhaut mit einem Luftstrom einer bestimmte Stärke ausgesetzt. Beide Messverfahren sind absolut schmerzfrei.

Welche Ursachen liegen zugrunde?

Es gibt bestimmte Risikogruppen, bei denen es vermehrt zur Ausbildung eines Glaukoms kommen kann.

  • Menschen über 40 Jahre

  • Diabetiker

  • stark Kurzsichtige

  • Menschen mit einer Langzeit-Cortisonbehandlung

  • Personen, bei denen es zu einer familiären Häufung kommt

  • Menschen mit Durchblutungsstörungen

Die Ursachen können vollkommen unterschiedlich sein – je nachdem, um welche Art von Glaukom es sich handelt. Das Missverständnis zwischen Kammerwasserbildung und -abfluss kann nach einer Entzündung sowie nach Verletzungen oder Operationen am Auge auftreten. Außerdem kann Grüner Star angeboren sein.

Wie wird Grüner Star behandelt?

Wer von seinem Arzt die Diagnose Grüner Star erhalten hat, hat verschiedene Möglichkeiten, gegen die Erkrankung vorzugehen. Das erste Mittel der Wahl sind Augentropfen, die lebenslang verabreicht werden müssen. Je nach Art reduzieren sie die Bildung von Augenwasser oder verbessern den Abflusswiderstand des Trabekelwerkes.

Liegt ein chronisches Engwinkelglaukom vor, werden Augentropfen verschrieben, welche die Pupille engstellen. Sollten alle medikamentös angewendeten Verfahren nicht helfen, ist eine Operation notwendig. Diese kann chirurgisch oder per Laser durchgeführt werden.