Harninkontinenz - Tabuthema trotz vieler Betroffener - DasPflegePortal.de

Trotz vieler Betroffener ist Harninkontinenz in unserer Gesellschaft nach wie vor ein Tabuthema. Die meisten trauen sich nicht, das Thema bei ihrem Arzt anzusprechen. Sie ertragen diesen Umstand lieber und nicht selten ziehen sie sich sogar soweit zurück, dass sie soziale Kontakte meiden. So weit muss es nicht kommen, schließlich gibt es viele unterschiedliche Therapieformen, die Abhilfe schaffen.

was genau ist Harninkontinenz und wie macht sie sich bemerkbar?

Bei Harninkontinenz kommt es zu einem unwillkürlichen Harnverlust, für den es zahlreiche Ursachen gibt. Daher sind Menschen jeden Alters betroffen sein. Es gibt unterschiedliche Inkontinenzformen. Zu den häufigsten zählen: Belastungsinkontinenz, Dranginkontinenz und Mischinkontinenz. Damit eine geeignete Therapie erfolgt, ist es wichtig, dass der Arzt herausfindet, um welche Harninkontinenz es sich handelt.

Auch wir vom PflegePortal unterstützen Betroffene sowie pflegende Angehörige bei dem Thema Inkontinenz. In unserer Pflegeberatung erhalten Sie alle wichtigen Informationen und in unserem PflegeShop können Sie passende Inkontinenz-Hilfsmittel kaufen.

Harninkontinenz- Formen und jeweilige Symptome

Wie bereits erwähnt gibt es unterschiedliche Inkontinenz-Formen, die sich aus verschiedenen Ursachen ergeben. Zu diesen zählen zum Beispiel eine Beckenbodenschwäche, aufgrund von Schwangerschaften oder altersbedingten Veränderungen, eine Beschädigung der Nerven durch eine Operation, neurologische Erkrankungen und viele weitere. Werfen wir als nächstes einen Blick auf die Harninkontinenz-Formen und die jeweiligen Symptome:

Belastungsinkontinenz

Sobald sich der Druck im Bauchraum erhöht, kommt es zu einem unwillkürlichen Harnverlust. Dies kommt insbesondere beim Niesen, Lachen, Husten oder bei sportlichen Aktivitäten vor. Der Urin geht dabei ungewollt verloren, dies reicht von wenigen Tropfen bis hin zu einem Urinverlust im Strahl.

Dranginkontinenz

Bei dieser Harninkontinenz- Form verspüren Betroffene immer wieder einen plötzlichen und zugleich starken Harndrang. Dabei ist die Blase meist noch nicht voll. Der Urin geht dabei schwallartig ab, sodass sie es nicht mehr rechtzeitig zur Toilette schaffen.

 Mischinkontinenz

Hierbei handelt es sich um eine Mischform der Belastungs- und Dranginkontinenz. Die Symptome beider Formen treten gemeinsam auf.

Neben den drei häufigsten Harninkontinenz- Formen gibt es zudem noch die Überlaufinkontinenz, hierbei läuft die Blase regelrecht über, die Reflexinkontinenz, Betroffene verlieren die Kontrolle über die Steuerung der Blase (z.B. bei Parkinson-, Alzheimer-, oder Demenzerkrankungen sowie nach einem Schlaganfall). Darüber hinaus gibt es noch die Extraurethrale Inkontinenz, aufgrund von Fisteln über die der Urin verloren geht sowie die Enuresis, das nächtliche Einnässen, welches hauptsächlich bei Kleinkindern vorkommt.

Therapiemöglichkeiten bei Harninkontinenz

Leider gibt es bei Harninkontinenz keine pauschalen Therapieempfehlungen. Aufgrund der unterschiedlichen Formen wird die jeweilige Behandlung individuell angepasst. Damit dies geschieht, ist es wichtig, den Arzt über die Krankheit zu informieren. Denn nur so ist es dem Arzt möglich, Sie bei der Therapie zu unterstützen.

Zu den Therapiemaßnahmen zählen

Beckenbodentraining

Gewichtsabnahme

Medikamente und Operationen

Nervenstimulation

Die Versorgung mit geeigneten Hilfsmitteln

Die Kosten für Harninkontinenz- Hilfsmittel werden Ihnen in der Regel von der Krankenkasse erstattet, sofern ein Rezept vorliegt. Gerne beraten wir Sie hierzu ausführlicher.

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