Herzinsuffizienz - Herzschwäche - DasPflegePortal.de

In Deutschland gibt es knapp 1,8 Millionen Menschen, die an einer Herzinsuffizienz, also einer Herzschwäche leiden. Typisch für diese Erkrankung ist, dass das Herz unfähig ist, das vom Organismus benötigte Herzzeitvolumen ohne einen Druckanstieg in den Herzvorhöfen bereit zu stellen. Eine solche Herzinsuffizienz kann akut oder chronisch verlaufen. Sie ist jedoch in jedem Fall eine ernst zu nehmende Erkrankung.

Immer wieder weisen Ärzte darauf hin, wie wichtig es ist, die Symptome einer Herzinsuffizienz rechtzeitig zu erkennen. Nur so kann entsprechend gehandelt und Schlimmeres verhindert werden. Wir informieren Sie hier, welche Symptome typisch für eine Herzinsuffizienz sind, worin die Ursachen liegen und wie sich diese Erkrankung auf den Alltag auswirkt.

Woran erkennt man eine Herzinsuffizienz?

Herzinsuffizienz ist im medizinischen Bereich häufig verwendeter Begriff. die Hauptursache liegt bei der Erkrankung an einer Verengung oder einem Verschluss der Herzkranzgefäße. Es gibt einige Symptome, die typisch für eine Herzinsuffizienz sind. Als Leitsymptome gelten:

  • Luftnot bei körperlicher Belastung
  • leichtes Schwitzen bei körperlicher Belastung
  • Unmöglichkeit, flach zu liegen
  • vermehrte Beinschwellungen
  • Gefühl der Enge in der Brust

Je nach Patient und Stadium können nur einzelne oder alle diese Symptome auftreten. Deswegen ist es wichtig, bereits beim Auftreten eines einzelnen Symptoms einen Spezialisten aufzusuchen.

Welche Ursachen liegen der Herzerkrankung zugrunde?

Eine Herzinsuffizienz tritt in den meisten Fällen infolge einer anderen Herzerkrankung auf. Statistiken zeigen, dass vor allem ältere Menschen eine Herzinsuffizienz erleiden. Bei etwa zehn Prozent aller 70-Jährigen liegt eine Herzschwäche vor, bei den 40- bis 50-Jährigen sind es nur ein bis drei Prozent. Ältere Menschen sollten ihrem Körper deswegen ausreichend Aufmerksamkeit schenken, um Frühsymptome rechtzeitig zu erkennen.

Als häufigste Ursache einer Herzinsuffizienz aber auch eines Herzinfarkts gilt die Verkalkung der Herzkranzgefäße. Aufgrund dieser Verkalkung verengen sich die den Herzmuskel versorgenden Gefäße. Dadurch kommt es zu einer Unterversorgung, wodurch der Herzmuskel weniger leistungsfähig ist. An zweiter Stelle der Ursachen wird Bluthochdruck genannt. Bei Patienten mit erhöhtem Blutdruck muss das Herz dauerhaft mehr pumpen – was dazu führt, dass die Pumpleistung mit der Zeit nachlässt. Weitere Ursachen dieser schwerwiegenden Erkrankung können Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelentzündungen, Defekte der Herzscheidewand sowie Herzklappenfehler sein. Auch Herzmuskelerkrankungen, ein übermäßiger Alkohol-, Drogen- und Medikamentenmissbrauch gelten als Risikofaktoren.

Daneben können folgende Ursachen eine Herzinsuffizienz verursachen:

  • Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen)
  • Lungenerkrankungen (COPD, Lungenemphysem)
  • Blutarmut
  • Leberzirrhose
  • AV-Fistel
  • Medikamente (z.B. einige Mittel gegen Herzrhythmusstörungen, Krebsmedikamente, Migräne-Mittel und Appetitzügler)

Diagnose und Leben im Alltag

Wer mit entsprechenden Symptomen zum Arzt geht, wird nach einem bewährten Verfahren untersucht, um die Diagnose zu bestätigen. Neben einer Anamnese und einer körperlichen Untersuchung werden die Herzaktivität sowie die Lunge abgehört. Ebenso wird ein Herz-Ultraschall, eine Farbdoppler-Sonografie, ein Langzeit-EKG, eine Herzkatheter-Untersuchung, eine Blutdruckmessung sowie Urin- und Blutuntersuchungenvorgenommen. Mit diesen Verfahren findet der Arzt eventuelle Risikofaktoren heraus und erkennt erste frühe Anzeichen einer beginnenden Herzinsuffizienz.

Sind Ursache und Schweregrad der Herzerkrankung geklärt, erhält der Patient in der Regel auf ihn abgestimmte Medikamente. Manchmal kann auch ein Herzschrittmacher oder eine Herztransplantation notwendig sein. Dies ist jedoch nur in seltenen Fällen gegeben. Ebenso wichtig ist, dass der Patient sich der Krankheit annimmt und einen gesunden Lebensstil befolgt.

Im Folgenden haben wir einige Tipps für Patienten mit einer Herzinsuffizienz zusammengestellt:

  • Ernährung: ausreichend Obst und Gemüse, wenig tierische Fette, salzarm

  • Flüssigkeitszufuhr: 1,5 bis 2 Liter, genaue Menge mit dem Arzt besprechen

  • Bewegung: moderate körperliche Aktivitäten, Spaziergänge, leichte Kraft- und Koordinationsübungen, Schwimmen, Walking, Fahrradfahren, evtl. Reha-Sport

  • Alkohol: Konsum minimieren

  • Rauchen: vollständig auf das Rauchen verzichten

  • Impfungen: Grippeschutzimpfung 1x im Jahr, Pneumokokken-Impfung alle 6 Jahre

  • Tagebuch: Beschwerden regelmäßig protokollieren und mit Arzt besprechen

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