Unterstützung bei Pflegeplanung - DasPflegePortal.de

Pflegeplanung


MDK – Medizinischer Dienst der Krankenkasse Lesen Sie weiter...

Pflegeberatung Lesen Sie weiter...

Ein Pflegeheim finden Oft ist der Umzug in ein Pflegeheim die Alternative, wenn ein selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden nicht mehr möglich ist. DasPflegePortal informiert Sie darüber, wie Sie ein gutes Pflegeheim finden und was Sie beachten sollten. Lesen Sie weiter...

Waschen, Umziehen, Essen anreichen und sich um die medikamentöse Versorgung kümmern – alles erledigt? Nein. Denn zur Pflege gehört weit mehr. Unter dem Begriff Pflegeplanung werden die verwaltungstechnischen Vorgänge gut strukturierten, auf die Bedürfnisse der Gepflegten und ihrer Angehörigen ausgerichtete Pflege zusammengefasst. Außer einer bedarfsgerechten Planung gehört auch das Pflegetagebuch dazu. In der Pflegedokumentation werden die benötigten und durchgeführten Pflegehandlungen zusammengefasst, inklusive des Zeitpunkts der Durchführung und der Namen der beteiligten Personen. Pflegeplanung kann aber noch mehr: Eine Pflegeberatung klärt, was überhaupt möglich und erwünscht ist. Die Beratung kann das Aufsetzen einer Patientenverfügung nahelegen und mündet im Idealfall im Aufsetzen einer Checkliste, in der die gewünschten benötigten Pflegeleistungen festgehalten werden.

Mit der Pflegeplanung ist es nicht getan

Die Pflegeplanung alleine reicht nicht aus: Pflege muss dokumentiert werden. Denn nur so kann festgestellt werden, ob die gewünschten und benötigten Leistungen auch erbracht werden. das dient nicht nur der Kontrolle der Pflegekräfte, sondern stellt auch rechtliche Sicherheit her. Die Dokumentation kann auch zur qualitativen Bewertung der Pflege herangezogen werden. Sie schafft Sicherheit sowohl für die Gepflegten und Anghörigen als auch für die Pflegenden. Das Pflegetagebuch ist dabei eine nicht verpflichtende, sondern freiwillige Dokumentation der einzelnen Interaktionen mit den Gepflegten.

Nicht nur in der professionellen Pflege

Pflegeplanung wird nicht nur in der professionellen Gesundheits- und Krankenpflege inklusive Altenpflege angewandt, sondern spielt zunehmend auch in der häuslichen Pflege eine Rolle. Ambulant arbeitende Pflegedienste wirken hier mit pflegenden Angehörigen und Hilfskräften zusammen, um ein zielorientiertes und bedarfsgerechtes Vorgehen aller Beteiligten zu gewährleisten. Das Resultat der durchgeführten Pflegeplanung ist der konkrete Pflegeplan, der Bedarf und Art der Interventionen festhält. Ebenfalls schriftlich festgehalten sind das Pflegeziel und die gewünschten Pflegeresultate. Es geht also letzten Endes um eine Art Projektplanung, die erst einmal professionelle Betriebe betrifft, aber auch im privaten und häuslichen Bereich Sinn macht. Eine gute Pflegeberatung schließt immer ganz selbstverständlich die Information über eine Patientenverfügung ein. Eine Checkliste hilft weitere Fragen zu klären.

Sechsschrittiges Modell zur Durchführung einer guten Pflegeplanung

Am weitesten verbreitet ist in Deutschland ein sechsphasiges Modell der Pflegeplanung, das extrem logisch aufgebaut ist. Der erste Schritt ist das Assessment, die Informationssammlung. Im zweiten Schritt geht es um das Erkennen von Ressourcen und Pflegeproblemen. Damit ist die eigentliche Bestandsaufnahme des Ist-Zustands abgeschlossen. Im dritten Schritt werden die Ziele der Pflege festgeschrieben. Hier geht es um das, was für den oder die Gepflegte/-n erreicht werden soll. Im vierten Schritt werden die dafür notwendigen Maßnahmen festgeschrieben. Diese beiden Phasen sind der eigentliche Kern des Vorgehens und werden in sich ebenfalls als Pflegeplanung bezeichnet.

Im fünften Schritt wird die Pflege durchgeführt, und in einem sechsten Schritt kommt es zu einer Evaluation. Die Evaluation basiert sowohl auf dem Pflegetagebuch als auch auf der Pflegedokumentation und anderen Maßnahmen zu einer erneuten Feststellung des Ist-Zustands (nach durchgeführten Maßnahmen). Der Ist-Zustand wird mit dem in der Pflegeplanung festgelegten Soll-Zustand (Schritt 3) abgeglichen.

Vierschrittiges Modell findet immer weitere Verbreitung

Dieses sechsphasige Modell der Pflegeplanung ist extrem logisch aufgebaut, scheint aber sehr kleinteilig. In den letzten Jahren fand ein alternatives, vierphasiges Modell immer weitere Verbreitung. Generell folgt das Modell dem gleichen Ablauf, aber die Schritte 2 und 5 sind ausgelassen. Die Inhalte fallen nicht weg, sondern sind in den verbleibenden vier Schritten inkludiert.