Schmerztherapie und Wärmetherapie - DasPflegePortal.de

Bei Schmerzen empfiehlt Oma zu Recht die Wärmflasche, das bestätigen britische Mediziner. Die heilende Wirkung von Wärmetherapie bei Schmerzen oder bestimmten Krankheitsbildern zählt zu den ältesten medizinischen Erkenntnissen. Nun fanden britische Mediziner heraus: Wärmflaschen sorgen nicht nur für Gemütlichkeit in der kalten Jahreszeit, sondern wirken in den Zellen wie ein Schmerzmittel. Warum es sinnvoll ist Wärme in der Schmerztherapie einzusetzen und welche Methoden es gibt, erfahren Sie hier.

Was passiert im Körper?

Bei Bauchkrämpfen, Gelenkschmerzen oder Verspannungen entstehen Schmerzen durch verminderte Durchblutung und Fehlhaltung. Das aktiviert die Schmerzrezeptoren. Wird die schmerzende Stelle über längere Zeit auf über 40 Grad Celsius erwärmt, werden bestimmte Wärmerezeptoren aktiv. Die Gefäße erweitern sich und die Durchblutung ist wieder gesteigert. Die Sensoren für den Schmerz sind blockiert. Der Schmerz wird nicht mehr wahrgenommen. Das Gewebe ist elastischer und erholt sich wieder. Die Wärme deaktiviert den Schmerz ähnlich wie Schmerzmittel, dabei ist sie die schonende Variante. Genau das soll eine Schmerztherapie erreichen.

Was kann Wärme:

  • Muskulatur entspannen
  • Verspannungen lösen
  • Gelenk- und Muskelschmerzen lindern
  • Entkrampfen und beruhigen

Anwendungsgebiete:

  • Erkältungen
  • Verspannungen
  • Unterleibsschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Gelenkschmerzen

Wärmetherapie ist ungeeignet bei:

  • Infektionen und Fieber
  • Blutungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Herzproblemen
  • Venenproblemen

Anwendungen in der Wärmetherapie

Die Behandlung mit Wärme erfolgt auf unterschiedliche Art. Je nach Bedarf gibt es folgende Methoden:

Wärmflasche

Wärmflaschen und erwärmte Körnerkissen sind die einfachsten und bekanntesten Methoden. Früher aus Ziegeln oder Steinen, später aus Zinn, Messing oder Zink, kennen wir heute die Wärmflasche aus Gummi. Überzogen mit weichen Materialien steigern die Helfer das Wohlbefinden und lösen den Schmerz.

Infrarotlampe

Mit einer Infrarotlampe erwärmen Sie die betroffene Stelle durch Lichtenergie. Die Strahlen sind mit den der wohltuenden, warmen Sonne zu vergleichen, jedoch ohne die schädlichen UV-Strahlen. Die Strahlen dringen bis zu 40 Zentimeter in die Haut ein. Sie lockern und entspannen damit die Muskulatur.

Moorbad

Bei bis zu 43 Grad Celsius warmen Moorbädern entspannt der Körper etwa 20 Minuten. Das stärkt die Immunabwehr, die Muskulatur entspannt sich. Sie kommen zur Ruhe.

Kirschkernkissen

Auch Kirschkernkissen sind für die Schmerztherapie geeignet. Im Backofen oder Mikrowelle erwärmt, speichern sie die Wärme über Stunden. An der schmerzenden oder verspannten Stelle angelegt, lindern Kirschkernkissen Beschwerden. Kalt angelegt helfen Sie bei Prellungen und Kopfschmerzen.

Wärmeunterbett und Heizkissen

Elektrisch aufheizbare Wärmeunterbetten und Heizkissen sorgen mit mehr Oberfläche für einen erholsamen Schlaf. Achten Sie hier besonders auf den Überhitzungsschutz!

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Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das Gespräch mit dem Arzt.