Stuhlinkontinenz - Tabuthema trotz Beschwerden - DasPflegePortal.de

Die Definition

Unter Stuhlinkontinenz bezeichnet man die Unfähigkeit, Darmgase sowie Darminhalte, zurückzuhalten. Betroffenen ist nicht oder kaum möglich die Stuhlausscheidung bewusst zu steuern und ein ungewollter Abgang von Stuhl ist die Folge. Bei der Stuhlinkontinenz handelt es sich ebenso wie bei der Harninkontinenz um ein absolutes Tabuthema in unserer Gesellschaft. Dabei gibt es zahlreiche Therapiemaßnahmen sowie Inkontinenz-Hilfsmittel, die Abhilfe schaffen und den Betroffenen ein „normales“ Leben ermöglichen. Viele Betroffene schämen sich so sehr, dass sie sich aus ihren Bekanntenkreis zurückziehen und das Problem still und leise aussitzen.

Ihre persönliche Pflegeberatung

Wir vom PflegePortal haben uns diesem Tabuthema ebenfalls angenommen und bieten Betroffenen sowie pflegenden Angehörigen eine spezielle Pflegeberatung zu diesem und vielen weiteren Schwerpunkten an. Darüber hinaus ist für Sie der Erwerb von den dazu benötigten Pflegehilfsmitteln, wie beispielsweise Einlagen, Bettauflagen und Klebehosen, direkt in unserem PflegeShop möglich!

Stuhlinkontinenz: Formen und Symptome

Es gibt unterschiedliche Gründe und Ursachen für das Auftreten einer Stuhlinkontinenz. Daher machen sich auch die Symptome auf unterschiedliche Weise bemerkbar. Diese liegen entweder in einer bestimmten Erkrankung oder im natürlichen Alterungsprozess. Dabei wird die Erkrankung in unterschiedliche Formen und Beschwerden eingeteilt. Der behandelnde Arzt stuft die Inkontinenz in eine der verschiedenen Formen ein und entscheidet anhand dessen, welche Therapiemaßnahmen die besten sind.

Obstipation und Koprostase

Obstipation ist eher unter dem Begriff Verstopfung bekannt. Hierbei leidet der Betroffene daran, dass er über längere Zeit seinen Darm nicht entleeren kann. Bei einem vollständigen Stillstand der Darmaktivitäten spricht man von einer Koprostase. Aufgrund von Kotsteinen und einer Ansammlung größerer Mengen Stuhls, ist die Entleerung des Darms nicht mehr möglich. Beides begünstigt eine Stuhlinkontinenz.

Störung der rektalen Speicherfunktion

Dies ist eine Folge von Operationen im Darmbereich, beispielsweise bei einer Tumor-OP. Durch Vernarbungen in den umliegenden Bereichen ist die Speicherfunktion des Darms gestört und der Betroffene muss vermehrt unwillkürlich Stuhl ablassen. Stuhlinkontinenz ist die Folge.

Neurogene Stuhlinkontinenz

Verschiedene neurologische Erkrankungen wie beispielsweise Schlaganfälle, Demenz, Parkinson, Metastasen oder Tumore sowie Multiple Sklerose führen zu unkontrolliertem Stuhlabgang.

Sensorische Stuhlinkontinenz

Bei dieser Form  ist die Wahrnehmungsstörung oder tatsächliche Beschädigung der Analschleimhaut ursächlich für die Inkontinenz.

Muskuläre Stuhlinkontinenz

Bei einer muskulär bedingten Inkontinenz sind die Funktionen der internen und externen Schließmuskeln betroffen. Der Stuhl tritt in diesem Fall ungehindert aus und eine Inkontinenz ist die Folge.

Therapien und geeignete Hilfsmittel

 

Im Anschluss an die Diagnose spricht der Arzt eine individuelle Therapieempfehlung aus. In einigen Fällen sieht diese operative Eingriffe vor, es gibt allerdings auch Stuhlinkontinenz- Formen die ohne Operationen behandelbar sind. Die häufigsten Maßnahmen sind hierbei die Ernährungsumstellung, spezielle Medikamente, Beckenbodengymnastik, Biofeedback sowie Elektrostimulationen. Ob eine dieser Maßnahmen eine vollständige Genesung erzielt, ist pauschal nicht zu beantworten. Hilfsmittel sowie Pflegehilfsmittel schaffen jedoch Abhilfe. Sie schützen zum einen vor unangenehmen Gerüchen und zum anderen vor peinlichen Situationen im Alltag. Mit speziellen Pflegehilfsmitteln fühlen sich Betroffene rund um sicher und sauber.

In unserem PflegeShop finden Sie geeignete Produkte rund um das Thema Stuhlinkontinenz. Die Kosten für die benötigten Hilfsmittel werden in den meisten Fällen, nach Einreichen eines Rezeptes, von den Krankenkassen übernommen. Finden Sie jetzt gleich Ihre geeigneten Pflegehilfsmittel!